Externe Veranstaltungen

Filmreihe: Auf zur Revolution, Genossin! Post/Sowjetisches Kino und seine Heldinnen

rusfilm

Nach der Oktoberrevolution von 1917 etablierte die neue Filmgeneration euphorisch die proletarische Kultur und vermittelte mit radikalen Ansätzen die sozialistische Zukunft. Der Film war Ausdruck einer neuen anbrechenden Zeit!
Zum 100. Jubiläumsjahr der Russischen Revolution zeigt das Kino Cameo eine Filmreihe mit berühmten und weniger bekannten Meilensteinen quer durch die Epochen und Genres des post/sowjetischen Kinos. Im Zentrum steht nicht die filmische Rekonstruktion der Revolution, sondern das stark veränderte Bild der Frau und ihre Rolle in der neuen Gesellschaft: Sei es als engagierte Lehrerin, als überzeugte Politkommissarin oder als Anführerin einer Avantgarde-Künstlertruppe, die Frau ist treibende Kraft an vorderster Linie!

Die Filmreihe wurde von den Filmwissenschafterinnen und Slavistinnen Clea Wanner & Tatjana Simeunović in Zusammenarbeit mit dem Kino Cameo kuratiert.
Die einzelnen Spielzeiten finden Sie unter www.kinocameo.ch/spielplan und ab dem 15. Oktober unter www.kinocameo.ch/filmreihe

Für weitere Informationen: buero@kinocameo.ch oder Tel. Nr.: 052/202 15 26.

Kino Cameo, Lagerplatz 19, Winterthur
 

 

 

 

Revolution, Ritual und Realitäten (Vortragsreihe)

Der "Rote Oktober" als Ereignis und Bezugspunkt in der sowjetischen Geschichte

Die Vortragsreihe begibt sich auf Spurensuche rund um die Russische Revolution und ihr Nachwirken: Was ist zwanzig, dreissig oder fünfzig Jahre nach 1917 geblieben vom revolutionären Aufbruch? Wie werden die Revolution und ihr Erbe (neu) interpretiert? "Revolution, Ritual und Realitäten. Der „Rote Oktober“ als Ereignis und Bezugspunkt in der sowjetischen Geschichte" startet am 5. Oktober 2017 mit einem Vortrag von Prof. Dr. em. Heiko Haumann (Basel). Alle sechs Veranstaltungen  sind auf der Homepage der Osteuropabibliothek oder auf Facebook zu finden.

  • 5.10.2017: Die Russische Revolution 1917: Erfahrung und Erinnerung (Prof. em. Dr. Heiko Hausendorf)
  • 19.10.2017: 1937: Die revolutionäre Idee vom Absterben des Staates im Kontext der stalinistischen Modernisierung (PD Dr. Marc Junge)
  • 2.11.2017: 1947: Hunger und Armut statt Feierlichkeiten (Prof. Dr. Beate Fieseler)
  • 16.11.2017: 1957: Ein Jahr des Aufbruchs (Prof. Dr. Monica Rüthers)
  • 30.11.2017: 1977: Brežnev geht baden (Dr. Christian Noack)
  • 14.12.2017: 1987: Perestrojka als Identitätskrise der Sowjetgesellschaft? (Prof. Dr. Johannes Grotzky)

Zeit: 18:15 Uhr
Ort: HS 101, Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4, 3012 Bern

Art Without Death: Russischer Kosmismus

Einen Monat lang blickt Art Without Death auf die Russische Avantgarde und die Strömung des Russischen Kosmismus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die nicht weniger als die Überwindung des Todes imaginierte. Eine Ausstellung im ganzen Haus und eine Konferenz befassen sich mit dem großen Einfluss der kosmistischen Ideen auf Kunst, Wissenschaft und Politik Russlands bis in die Gegenwart  und befragen das utopische Denken des Kosmismus nach seiner gegenwärtigen Bedeutung. Inspiriert von der Spiritualität vorrevolutionärer russischer Philosophie und einer starken Faszination für Technologie und die Wissenschaften machte der Russische Kosmismus die Abschaffung des Todes zum obersten Ziel. Alle Menschen, die je gelebt hatten, sollten wieder zum Leben erweckt werden. Als notwendige Konsequenz der Raumknappheit nach der Wiederauferstehung der Verstorbenen wurden die Kosmist* innen zu Wegbereiter*innen der Raumfahrt. Museen kam die zentrale Rolle zu, die für die Wiedererweckung nötigen Überbleibsel zu konservieren.

Die Ausstellung präsentiert Anton Vidokles Film-Trilogie Cosmism (2014–2017) in Strukturen, die an muslimische Friedhöfe in Kasachstan und das Lenin-Mausoleum erinnern. Historische Positionen der Russischen Avantgarde aus der Sammlung George Costakis (State Museum of Contemporary Art Thessaloniki) – ausgewählt von Boris Groys – zeigen, dass viele Künstler*innen nicht nur eine neue Gesellschaftsform, sondern auch eine gänzlich neue Menschheit vor Augen hatten.

Mit Arbeiten von Maria Ender, Xenia Ender, Iwan Kljun, Gustavs Klucis, Solomon Nikritin, Kliment Redko, Alexander Rodtschenko, Olga Rosanova & Alexej Krutschonych, Iwan Kudrjaschow und Wassilij Tschekrygin.
Eine Installation von Arseny Zhilyaev versammelt Schlüsselwerke kosmistischer Theorie, Wissenschaft, Lyrik und Fiktion aus Russland unter dem Licht vom Biophysiker Alexander Chizhevsky inspirierter therapeutischer Lampen.

Am 1. und 2. September widmet sich eine von Boris Groys kuratierte Konferenz Verschränkungen von Kunst und Technologie, von Mensch und Maschine 100 Jahre nach der Russischen Revolution. Mit Beiträgen von Robert Bird, Angeliki Charistou, Maria Chehonadskih, Svetlana Cheloukhina, Keti Chukhrov, Anastasia Gacheva, Boris Groys, Michael Hagemeister, Trevor Paglen, Alexei Penzin, Marina Simakova, Hito Steyerl, Anton Vidokle, Arseny Zhilyaev u. a.

Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart

Ausstellung: 1. September – 3.Oktober 2017
Eröffnung: 31.August, 19:00h
Konferenz: 1. & 2. September 2017
Wo: Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Link

«Rilke und Russland» – eine trinationale Ausstellung in Bern und Zürich

Eine deutsch-russisch-schweizerische Ausstellung widmet sich im nächsten Jahr Rainer Maria Rilkes Reisen nach Russland und in die heutige Ukraine. In der Schweiz ist die Ausstellung vom 15. September bis zum 10. Dezember 2017 in der Nationalbibliothek in Bern und im Strauhof Zürich zu sehen.

Mehr Infos finden Sie unter folgendem Link:

http://strauhof.ch/ausstellungen/rilke-und-russland/

Russischer Chor Zürich

Der erste Russische Chor von Zürich - "Weisse Nächte" - wurde von einer kleinen Gruppe, die russische Musik liebt, gegründet. Interessierte finden mehr Informationen zu Konzerten oder Proben unter folgendem Link:

Chor "Weisse Nächte"