Gastvorträge

Das Slavische Seminar der Universität Zürich lädt regelmässig WissenschaftlerInnen auswärtiger Universitäten und KünstlerInnen zu Gastvorträgen über literaturwissenschaftliche und sprachwissenschaftliche Themen bzw. zu Lesungen und Gesprächen ein. Über aktuelle Gastvorträge informieren wir auf dieser Seite sowie auf der Seite Aktuelles.

18.05.2017: Lesung und Gespräch mit Petra Hůlová

Hulova

Petra Hůlová, 1979 in Prag geboren, studierte in Ulaanbaatar und Prag Mongolian Studies und arbeitet seit 2002 als Prosaautorin. Ihr Roman „Dreizimmerwohnung aus Plastik“ wurde 2007 mit dem Jiří Orten Award ausgezeichnet und für „Endstation Taiga“ erhielt sie 2008 den Josef Škvorecký Award. Petra Hůlová lebt und arbeitet in Prag.

Moderation: Tomáš Glanc

14.03.2017: Gastvortrag von Prof. Vladimir Biti

Der Gastvortrag zum Thema "Die Spätimperien im beschlagenen Spiegel" fand im Rahmen des Seminars "Miroslav Krleža. Ein Autor zwischen Literatur und Politik" von Davor Beganović statt.
Vladimir Biti ist Professor für Südslavische Literaturen an der Universität Wien

21.11.2016: Lesung und Gespräch mit Marek Šindelka

Marek Šindelka (*1984) ist preisgekrönter tschechischer Schriftsteller, der auch Kulturwissenschaft an der Karls-Universität Prag sowie Drehbuch an der Prager Filmhochschule FAMU studiert hat. 2008 veröffentlichte Šindelka seinen ersten Roman Chyba, der 2011 auch als Comic erschien. Weitere seiner Werke sind Zůstaňte s námi (2011), Mapa Anny (2014) und Únava materiálu (2016).

Moderation: Tomáš Glanc

15.11.2016 Lesung und Gespräch mit Dubravka Ugrešić

Dubravka Ugrešić wurde 1949 im heutigen Kroatien geboren. Sie schreibt regelmässig für "NRC Handelsblad" und "Vrij Nederland", "Die Zeit" und "Lettre International", TLS und New York Times. Ugrešić unterrichtet an diversen Universitäten (Harvard, UCLA, Columbia, FUB) und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 1999, dem Premio Feronio-Citta di Fiano in Italien 2004 und Jean Améry Essay Preis für ihr

essayistisches Werk in 2012. In 2016 erhielt sie Vilenicapreis und Neustadt International Prize for Literature. Auf Deutsch erschienen zuletzt ihre Romane Das Museum der bedingungslosen Kapitulation (1998), Das Ministerium der Schmerzen (2005), Baba Jaga legt ein Ei (2008) und die

Essaybände Die Kultur der Lüge (1995), Lesen verboten (2002), Keiner zu Hause (2008) und Karaokekultur (2011). Dubravka Ugrešić lebt als  Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin in Amsterdam.

Ort und Zeit: Slavisches Seminar, Raum 211, 18 Uhr

30.09.2016: Russian Learner Corpus: corpus design and its applications Abstract

Lecturer: Alina Ladygina, University of Tübingen/ Linguistic Laboratory of Corpus Technologies, National Research University Higher School of Economics (Moscow)

Datum: Freitag, 30. September 2016, 16:00 Uhr

Ort: Slavisches Seminar, Raum 111

More Information Flyer (PDF, 170 KB)

06.05.2016: Lesung und Gespräch mit Miljenko Jergović

Jergovic
Bild: www.vreme.com

Am 6.5. ist Miljenko Jergović zu Gast am Slavischen Seminar. Im Rahmen der Veranstaltung „Da su me ukrali Cigani. Roma als paradigmatische Fremde in jugoslawischen Literaturen“ wird er über seinen Roman Srda pjeva u sumrak, na Duhove reden.

Miljenko Jergović, geboren 1966 in Sarajevo, studierte Philosophie und Soziologie an der dortigen Universität. Jergović berichtete unter anderem für die Zagreber Wochenzeitung "Nedeljna Dalmacija" aus dem belagerten Sarajevo und war dort auch Redakteur beim Fernsehen. Seit 1993 lebt er als freier Schriftsteller in Zagreb und ist als politischer Kolumnist für verschiedene kroatische und internationale Zeitungen tätig. Er ist einer der großen europäischen Gegenwartsautoren. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet worden. Bisher auf Deutsch erschienen: Sarajevo Marlboro, Karivani, Mama Leone, Das Walnusshaus, Buick Rivera, Freelander, Wolga, Wolga, Vater

„Der Autor ist bisher mit einem Reigen von Romanen und Erzählungen hervorgetreten, in denen er in unübertrefflicher, bald drastischer und sarkastischer, bald feinsinniger und melancholischer, dann wieder heiterer und seelenvoller Weise dargestellt hat, wie die kleinen Leute in die Blutmühle der großen Geschichte geraten. Der Zufall erscheint als ehernes Gesetz der Welt und das Leben als Fest zwischen Höllenritt und Komödie, auf dem in verstörender Weise Schönes und Schauriges, Berückendes und Bizarres, Idiotisches und Ironisches, Tragisches und Tröstliches zusammenschießen.“ (Andreas Breitenstein, NZZ)

06.02.2016: Autorenabend mit Jacek Hugo-Bader

Am Samstag, 6. Februar, fand am Slavischen Seminar (Raum 211) ein Autorenabend mit Jacek Hugo-Bader in polnischer Sprache statt. Der polnische Reporter, Journalist und Autor ist vor allem mit seinen Reisebüchern durch Russland und die ehemalige Sowjetunion bekannt geworden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

16.12.2015: Gastvortrag von Dr. Olav Müller-Reichau

Der Gastvortrag zum Thema "Algorithmen der Aspektwahl im Russischen" fand im Rahmen des Master-/Doktorandenkolloquiums Slavische Sprachwissenschaft statt.

Dr. Olav Müller-Reichau ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Semantik und Pragmatik der 'allgemeinfaktischen' Imperfektivlesart im Russischen unter Zugrundelegung der These der Ereignisartenreferenz", das am Institut für Slavistik der Universität Leipzig angesiedelt ist.

2.12.2015: Gastvortrag von Dr. Andreas Lawaty

Der Gastvortrag zum Thema "1945 und die Folgen in deutscher und polnischer Erinnerung" fand im Rahmen des Seminars "„Schwierige Nachbarschaft als kulturelle Herausforderung“" statt.

Dr. Andreas Lawaty ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nordost-Institut der Universität Hamburg.

27.11.2015: "Küchengespräch" mit Andrei Ustinov

"Rendez-vous with Tristan Tzara: the Russian Avant-Garde and Dada in 1920s Paris"

After Tristan Tzara and Francis Picabia established new faction of Dada in Paris in 1919, they had poets and artists from all over Europe involved in the movement, including the Russians. Some of them lived in Paris before Dada, but most of them just emigrated after the tragic events of 1917 and the bloody Civil War. These young men and women were interested in the Dada movement, bringing with them the zeal and passion of the Russian avant-garde, both literary and figurative. Andrei Ustinov's talk intends to describe the collaboration between Russian and French poets and artists in 1920s Paris, and introduce main protagonists of post-World War I Dada as a pan-European cultural endeavor.

Andrei Ustinov studied at St. Petersburg University and Stanford University. He published multiple articles and coedited several volumes on Russian literary history and history of Russian literary studies, most recent of them are: Vade- mecum: In Honor of Lazar Fleishman (Moscow, 2010), Mikhail Leonovich Gasparov: A Bibliography (Moscow, 2012) and Russian Literary Avant-Garde in Paris: 1920 - 1926 (Moscow, 2014).

29.10.2015 Gespräch mit der Regisseurin und Slavistin Isabella Willinger

Isabella Willingers Dokumentarfilm "Fort von allen Sonnen (2013)" zeigt fantastische Gebäude des russischen Konstruktivismus und begleitet drei Moskauer, die darin heute für ihre großen Träume kämpfen. Eine Zeitreise in die revolutionären 20er Jahre und zurück ins heutige Russland.

22.10.2015 "Küchengespräch" mit Elena Elagina und Igor' Makarevič

Elena Elagina und Igor' Makarevič entwickeln jahrelang eine konsequente künstlerische Ideologie, die von einigen Leitmotiven konstituiert wird: den Rissen an Malevičs Schwarzem Quadrat; von Pilzen als Zeichen, die mit der Avantgarde kollidieren oder ihre utopische Dimension komplementär entwickeln und von der Nase von Pinocchio-Burattino, die das Künstlerpaar "im Sinne des Philosophen Giorgio Agamben zu interpretieren [versucht], und zwar als eine Art Helfer – halb Engel, halb Späher, ungeschickt und nutzlos."

26.05.2015 Gastvortrag von Dr. Robert Zangenfeind

Der Gastvortrag zum Thema "Das Erklärend‐Kombinatorische Wörterbuch" fand im Rahmen des Seminars "Lexikalische Semantik: Bedeutungsbeschreibung und Sprachvergleich" statt. Dr. Robert Zangenfeind ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung in München.

27.10.2014 Culture Club: Literatur jetzt?

Im Gespräch mit den ukrainischen AutorInnen Andrej Kurkov, Jurij Vynnyčuk, Tanja Maljarčuk und dem Übersetzer und Journalisten Martin Pollack.

29.05.2014 Gastvortrag von Fritz Mierau mit anschliessendem Workshop zu Sergej M. Tret'jakov

Der 80jährige Slavist Fritz Mierau sprach zum Thema "Verwechseln und verwechselt werden. Ein autobiographischer Beitrag zur Geschichte der deutschsprachigen Slavistik". Fritz Mieraus Vortrag eröffnete einen Workshop zu Sergej M. Tret'jakov mit dem Thema "Sergej M. Tret'jakovs Projekt des Lebensbaus. Rezeptionslinien". Mehr dazu unter folgendem Link.

26.05.2014 "Küchengespräch" mit Kata Krasznohorkai

Krasnohorkai ist ungarische Kunstwissenschaftlerin und hat sich mit den Akten der ungarischen Staatssicherheit beschäftigt, die Aktionen und Performances des ungarischen Undergrounds bespitzelt und dokumentiert haben. Sie berichtet über ihre Arbeit im Archiv und über die Dokumentation von Aktionen durch die Staatssicherheit. Alle sind herzlich eingeladen. Das "Küchengespräch" ist ein neues Format des Slavischen Seminars, es knüpft an die Tradition der "Küchengespräche" in Osteuropa zur Zeit des Eisernen Vorhangs an. Die Idee ist es, mit Forschern in Form eines Gesprächs ungezwungen in Kontakt zu kommen. Ort: Aufenthaltsraum am Slavischen Seminar.

19.05.2014 Workshop mit Georg Genoux zum zeitgenössischen russischen Theater.

Genoux ist Gründer des Beuystheaters in Moskau und Mitbegründer des Moskauer teatr.doc. Er ist Deutscher und lebte ca. 15 Jahre in Moskau. Er kennt die dortige Theaterszene sehr gut. Er wird uns Theaterprojekte der letzten 10 Jahre zeigen und berichten von der Theaterszene in Moskau.

11.04.2014 Gastvortrag von Sabina Meier

Am Freitag, den 11. April 2014 hielt Sabina Meier im Rahmen des Seminars "Dostojevskij-Texte und ihre Adaptionen in Literatur, Film und Philosophie" einen Vortrag zum Thema "Ja ne psichiatr, a realist. Die Dostoevskij-Rezeption in der Russischen Psychoanalyse".

11.04.2014 Gastvortrag von Dr. Sabine Hänsgen

Ebenfalls am Freitag, den 11. April hielt Sabine Hänsgen im Rahmen der Vorlesung "Performance-Art in Osteuropa" einen Vortrag zum Thema "Kollektive Aktionen. Ereignis und Dokumentation".

04.04.2014 Gastvortrag von Dr. Adam Czirak

Am Freitag, 4. April 2014 hielt Adam Czirak am Slavischen Seminar im Rahmen der Vorlesung "Performance Art in Osteuropa" einen Gastvortrag zum Thema "Sozialismus mit melancholischem Antlitz. Performancekünstler und ihre Produktionsbedingungen im Ungarn der 1970er und 1980er Jahre" stattgefunden.

07.03.2014 Gastvortrag von Petra Stegmann

Am Freitag, 7. März 2014 hielt Petra Stegmann am Slavischen Seminar im Rahmen der Vorlesung "Performance Art in Osteuropa" einen Vortrag zum Thema "Fluxus East".

9.12.2013 Gastvortrag von Dr. Jeanette Fabian

Am Montag, 9. Dezember 2013 hat am Slavischene Seminar ein Gastvortrag von Dr. Jeanette Fabian aus München zum Thema "Poetismus. Ästhetische Theorie und Formen der künstlerischen Praxis der Tschechischen Avantgarde" stattgefunden.

24.10.2013 Gastvortrag von Prof. O. Issers

Am 24. Oktober 2013 hielt Herr Prof. Issers am Slavischen Seminar einen Gastvortrag zum Thema "Diskurs oppositsij".

29.5.2013 Gastvortrag von Prof. Dr. Bożena Chołuj

Am Mittwoch, 29. Mai 2013 hat am Slavischene Seminar ein Gastvortrag von Prof. Dr. Bożena Chołuj aus Warschau/ Frankfurt a.O. zum Thema "Literaturwissenschaftliches Pendeln zwischen Gender- und Women's Studies" stattgefunden.
Zur Peson und Inhalt: Bożena Chołuj, polnische Germanistin und Mitverantwortliche der Gender Studies in Warschau, vermittelt in ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit zwischen deutschem und polnischen Wissenschaftsbetrieb. Der Vortrag will die Rezeption und Verwandlung der ‚westlichen‘ Gender Studies in Polen nachzeichnen und kommentieren.

17.5.2013 Gastvortrag von Dr. Franziska Thun-Hohenstein

Am Freitag, dem 17. Mai 2013 hat am Slavischen Seminar ein Gastvortrag von Dr. Franziska Thun-Hohenstein zum Thema "Nicht denken. Nicht sprechen. Nicht schreiben." Evfrosinija Kersnovskajas visuelle und narrative Intervetion wider das Vergessen stattgefunden.
Zur Person und I Franziska Thun-­‐Hohenstein hat sich in ihren Publikationen (u.a. Gebrochene Linien. Autobiographisches Schreiben und Lagerzivilisation (2008) mit autobiographischen Schriften über die sowjetischen Lager beschäftigt (u.a. mit Varlam Šalamov, Evgenija Ginzburg und Andrej Sinjavskij). Seit 2008 ist sie zudem Herausgeberin des Werkes von Šalamov, das erstmalig in deutscher Übersetzung beim Verlag Matthes & Seitz herausgegeben wird. Der Vortrag finden im Rahmen des Seminars „Gefängnis, Haft, Lager in der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts“ statt und stellt Evrosinija Kersnovskaja Bildchronik, ihre visuelle und narrative Erinnerung an den GULag in den Mittelpunkt.

15.5.2013 Gastvortrag von Prof. Jolanta Tambor

Am Mittwoch, 15.5.2013 hat Prof. Jolanta Tambor von der Universität Katowice einen Vortrag zum Thema "Der oberschlesische Ethnolekt" gehalten.

7.5.2013 Gastvortrag von Dr. Davor Beganovic

Am Dienstag, dem 7. Mai 2013 hat Dr. Davor Beganovic aus Thübingen und Konstanz einen Vortrag zum Thema: "Genossen, halten wir an den Gesetzen fest wie ein Betrunkener am Zaun.", Gerichtsprozesse gegen Kunst in Jugoslawien 1956 -1982 gehalten.
Inhalt: Gerichtsprozesse gegen Kunst in Jugoslawien waren keine Seltenheit. In meinem Vortrag betrachte ich diachron, wie sich die juristischen Vorgänge im Zeitraum von 1956 bis 1982 wandelten. Typische Prozesse gegen Renegaten bzw. Dissidenten (Milovan Đilas, Mihajlo Mihajlov) wurden durch die Einführung des Paragraphen 133 (Verbaldelikt) auf praktisch jedes Mitglied der sozialistischen Gemeinschaft ausgeweitet. Diese Art der politischen Verfolgung hatte ihren Höhepunkt im Prozess gegen den Dichter Gojko Đogo 1981. Ab diesem Zeitpunkt änderten sich die Voraussetzungen für die Verurteilung von politisch motivierten Straftaten. Separat bearbeite ich einen anderen Typ der Verfolgung, der Besonderheiten der Mimikry und Hypokrisie aufweist. In diesem Kontext betrachte ich auch den zivilgerichtlichen Prozess gegen Danilo Kiš. Fazit meines Vortrags ist, dass die kommunistischen Machthaber im Laufe der Zeit ihre Strategien der Verfolgung zwar geändert haben, dass aber die Ziele und Methoden mehr oder weniger gleich geblieben sind: Eine Einschränkung der künstlerischen Freiheit durch Abschreckung und Einschüchterung.

15.05.2013 Gastvortrag von Prof A. Baranov

Am 15. Mai 2013 hielt Herr Prof. Baranov am Slavischen Seminar einen Gastvortrag zum Thema "Der oberschlesische Ethnolekt".

6.5.2013 Gastvortrag von Prof. Anatolij Baranov

Am Montag, dem 6. Mai 2013 hat Professor Anatolij Baranov von der Akademie der Wissenschaften, Moskau zum Thema "Drohungen in linguistischen Gerichtsgutachten" gehalten.
Inhalt: Im  Vortrag sind Semantik und Pragmatik des Sprechakts Drohung untersucht worden. In der lexikalischen Semantik wurde die Drohung bisher meist als ein einheitliches Konzept behandelt. Demgegenüber lassen sich Bestrafungs-, Warnungs- und Nötigungs-Drohungen unterscheiden, was sich für den linguistischen Gutachter als essentiell für die Beurteilung von Drohungen im Sinne der Straftatbestände Erpressung, Mordrohung, Extremismus u.a.m. erweist. Im Detail werden v.a. indirekte Drohungen in der gutachterliehen Praxis analysiert. Die einzelnen Argumente sind aber nicht nur für die forensische Praxis, sondern auch für die theoretische Beschreibung der Semantik des Russischen relevant.

25.04.2013 Gastvortrag Dr. M. Ovsjakonnikova

Am 25. April 2013 hielt Frau Dr. Ovsjannikova einen Vortrag zum Thema "Upotreblenie vozvratnych i perechodnych glagolov emocij v russkom jazyke: korpusnoe issledovanie".

20.11.2012 Gastvortrag von Tatiana Hofmann

Am Dienstag, dem 20. 11. 2012 hat Tatiana Hofmann von der Universität St. Gallen einen Vortrag zum Thema "Tunejadstvo - Arbeitsverweigerung auf sowjetisch: Kunstschaffende im Visier der Justiz 1961-1991" gehalten.
Inhalt: Der Vortrag hat sich mit dem Begriff „tunejadstvo“ in der sowjetischen Kultur der 1960-er bis 1990er Jahre befasst. Was wurde als Arbeit anerkannt oder im Gegenteil als Nicht-Arbeit gebrandmarkt und warum? In der Geschichte des ideologischen Kampfes gegen „Arbeitsverweigerer“ (tunejadcy) haben die Kulturschaffenden eine Sonderstellung. Am Beispiel von Iosif Brodskij und Aleksandr Askoldov wird gezeigt, wie die Anwendung des Art. 209 des sowjetischen StGB politisiert und ideologisiert wurde.

11.10.2012 Gastvortrag von Vladimir Arsenijevic

Am Donnerstag, 11.10.2012 hat Vladimir Arsenijevic, ein Schriftsteller aus Belgrad, zum Thema "War-Time Pop in Postwar Years" einen Vortrag gehalten.

Inhalt: In this lecture I intend to talk about a generation of writers, to which I myself also belong, which came into being in the mid-90's throughout former Yugoslavia, then in the state of acute and out and out war. It is a story about how (extreme) political and social circumstances helped to shape and influence one particular literary scene whose participants, due to circumstances, in many cases did not even know of each other’s existence, and were scattered throughout the crumbled, destroyed country, and still evolved in a similar way, bound together by their decision not to look away from sheer horrors of everyday reality by finding them aesthetically unpleasing and escaping into a cosy little world of intertextual postmodernist idea of literary heaven or alternatively trying to find justifications for violence and destruction through different forms of historicism, and thus changed the way literature was written in that period in the region of former Yugoslavia. I will follow with the postwar years (2000-2010) which, at least in theory, allowed these separate scenes, that were connected by a single, selfsame language, to exchange influences and partly merge. I will also look at how the Internet and all other modern media helped to shape the process as well. The last part will be about the modern era. I will discuss the global crisis that literature is facing nowadays and whether there is ahead of us a world without a literature as we know it. It will be a discussion about many different obstacles that literature is facing in the immediate reality and also about the dynamic and complex relationship it forms with this same immediate reality.

1.10.2012 Gastvortrag von Prof. Ekaterina Rachilina

Am Montag, 1. Oktober 2012, hat Prof. Ekaterina Rachilina von der Nationalen Hochschule für Ökonomie aus Moskau zum Thema "Die russische Sprache, Kultur, Literatur und Geschichte im Spiegel des Russischen Nationalkorpus" gesprochen.

Inhalt: Im 21. Jahrhundert brach für die Humanwissenschaften die Korpus-Epoche an, eine Epoche realer, nicht konstruierter Daten, die zudem für alle frei zugänglich sind. Die Computerlinguisten der ganzen Welt stehen im Wettstreit um die Schaffung von möglichst einfach zu handhabenden und vollständigen Korpora für die unterschiedlichsten Sprachen. Die Slavisten gehörten hier zu den Pionieren, und in mancher Hinsicht stiessen sie weiter vor als andere; als Beispiel kann das Nationalkorpus der russischen Sprache dienen, dessen neuartigen Verwen-dungs¬möglichkeiten der Vortrag gilt.

22.5.2012 Gastvortrag von Prof. John Payne

Am Dienstag, 22. Mai 2012 hat Prof. John Payne von der University of Manchester einen Gastvortrag zum Thema "Salvic numeral constructions revisited" gehalten.

Inhalt: It is well-known that numeral constructions in Slavic, as well as a variety of other language families including Uralic and Semitic, exhibit an interesting phenomenon in which numerals appear to govern the case and/or number of the nouns and adjectives with which they cooccur. Such constructions raise the question of whether the numeral rather than the noun should be considered as the head of the phrase, rather than as a dependent of the noun. In this paper, I present a new feature-based analysis of case and number which enables the noun to maintain its status as head.

16.5.2012 Gastvortrag von Prof. Magdalena Marszalek

Am 16. Mai 2012 hat Prof. Magdalena Marszalek aus Potsdam einen Gastvortrag zum Thema "Zeugenschaft und Reenactment" gehalten.
Inhalt: Der Vortrag hat eine Allianz zwischen Zeugenschaft und Reenactment unterstellt und befragt. Dabei ist es einerseits um die für den Akt des Bezeugens konstitutiven Momente performativer Wiederholung und andererseits um Zeugenschafts-Effekte von Wiederholungspraktiken in künstlerischen wie auch ludischen Reenactments gegangen. An Beispielen aus der künstlerischen (darunter literarischen, filmischen) und populärkulturellen Praxis wurde die Reinszenierung als Vergegenwärtigung des Vergangenen im Dienste einer affektiven memorialen Kultur diskutiert.

25.4.2012 Gastvortrag von Prof. Johanna Nichols

Am Mittwoch, 25. April 2012 hat Prof. Johanna Nichols von der Universität of California Berkely zu dem Thema "The basic alignment of Slavic ditransitives" gesprochen.

Inhalt: Audry 1977 argues that (in modern terms) the basic alignment of ancestral Indic (and/or Indo-Iranian) ditransitives was goal-object ('load cart with hay'). In view of the close phylogenetic and areal relationship of Slavic to Indo- Iranian, is there any evidence of this in Slavic? I survey prefixation and basic verb alignment in a corpus-based study of modern Russian, similar evidence from elicitation and dictionary work for other Slavic languages, the evidence of morphological and lexical changes in East Slavic, and early Slavic derivational processes such as the formation of deverbal nouns and denominal verbs, and show that Slavic ditransitives are and have always been firmly theme-object ('load hay on cart'). What is distinctive about Slavic is the way that derivational prefixes (na-, za-, po-, ob-) interact with ditransitive alignment.

29.3.2012 Gastvortrag von Dr. habil Snjezana Kordic

Am Donnerstag, 29. März 2012 hat Dr. habil Snjezana Kordic aus Zagreb einen Gastvortrag zum Thema "Die aktuelle Sprachsituation in den südslavischen Ländern" gehalten.

Inhalt: Sprache ist ein heikles Thema in Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien. Es sorgt für große Aufmerksamkeit nicht nur in kulturellen Kreisen, sondern auch in den Medien, in Reden von Politikern und in Kneipengesprächen. Der Vortrag soll zunächst auf die Frage eingehen, wie eine aufschlussreiche Beschreibung der dortigen Sprachsituation aussehen könnte. Danach wird aufgezeigt, dass die Sprachenpolitik in den genannten Ländern den Mythos über eine Übereinstimmung von Nation und Sprache pflegt. Daraufhin werden die neuesten sprachbezogenen Ereignisse geschildert, die durch die südslavischen Medien viel öffentliches Interesse auf sich gezogen haben.

28.11.2011 Gastvortrag von Dr. Alfrun Kliems

Am Montag, 28. November 2011 hat Dr. Alfrun Kliems von der Humboldt-Universität Berlin und GWZO Leipzig einen Gastvortrag zum Thema "Wenn die Reise über Leichen geht (und zu Tarantino führt) gehalten.

22.11.2011 Gastvorrag von Prof. Aleksej Smelev

Am Dienstag, 22. November 2011 hat Aleksej Smelev, Professor an der MPGU Moskau, einen Gastvortrag zum Thema "Warum die Russen zum Vodka eine Kleinigkeit essen: russische Tafelkultur im Lichte sprachlicher Daten" gehalten.

Inhalt: В докладе речь идет об истории слова закуска в русском языке, о том, как менялось устройство русского застолья за последние два века, о лексике современного русского застолья, роли крепких спиртных напит- ков и задушевном общении во время застолья.

7.5.2011 Gastvortrag von Prof. Boris Norman

Am Donnerstag, 7. Mai sprach Boris Ju. Norman, Professor an der Universität Minsk, am Slavischen Seminar zum Thema "Das Verhältnis von wissenschaftlichem, naivem und sprachlichem Wissen als Problem der Linguistik.

19.4.2011 Gastvortrag von Prof. Galin Tihanov

Am Dientag, 19. April hat Galin Tihanov, Professor an der University of Manchester, am Slavischen Seminar zum Thema "FRAMING SEMANTIC PALEONTOLOGY: THE 1930s AND BEYOND" gesprochen.

Inhalt: The exponents of semantic paleontology, a trend marked by the significant impact of Nikolai Marr’s “new theory of language”, came of age as scholars and thinkers in the course of the 1920s and produced their most significant work in the 1930s; by that time Marr (who in 1930 was accorded the honour of addressing the 16th Party Congress) had reached the apogee of his public influence. In this paper – the first systematic examination of semantic paleontology and its place in the landscape of Soviet humanities – I discuss the work of the School’s three major representatives: Marr, Olga Freidenberg, and Frank-Kamenetskii. I trace their polemics with Russian Formalism and vulgar sociologism, as well as their strained relationship with orthodox Marxism, and ask the question of their influence on contemporary and later literary and cultural theory.

16.12.2010 Gastvortrag von Dr. Egbert Fortuin

Am 16. Dezember 2010 sprach Dr. Egbert Fortuin von der Universität Leiden am Slavischen Seminar zum Thema: "Russian conditional clauses without conditional conjunction".

Inhalt: The paper provides a semantic analysis of the paratactic conditional perfective present construction (PCPPC) in Russian. This is a conditional construction without a conditional conjunction (subordinator) which contains a perfective present or perfective future tense in the protasis. It is examined whether, and how, this paratactic (asyndetic) conditional construction differs from hypotactic conditional constructions. Furthermore, the question is addressed as to how one can explain the difference in meaning between the PCPPC and other conditional constructions. On the basis of corpus data, a number of specific usage types or semantic features is distinguished which are typical for the PCPPC and absent with hypotactic conditional constructions. It is argued that these features can be explained with reference to general linguistic principles such as iconicity and economy of communication, and frequency of use.

07.12.2010 Gastvortrag von Dr. iur. Peter Studer

Am 7. Dezember 2010 sprach Dr. iur. Peter Studer zum Thema: "Prozesse rund um die Kunstfreiheit in der Schweiz".

30.11.2010 Gastvortrag von Prof. Dr. Renate Lachmann

Am Dienstag, 30. November 2010, sprach Prof. Dr. Renate Lachmann zum Thema: "Zwischen Fakt und Artefakt. Zu Texten von Babel’, Kiš und Sorokin".

23.11.2010 Gastvortrag von Dr. Susanne Strätling

Am Dienstag, 23. November 2010 sprach Dr. Susanne Strätling zum Thema: "Allegorien der Imagination. Lesbarkeit und Sichtbarkeit im frühen russischen Barock ".

05.10.2010 Gastvortrag von Prof. Dr. Susanne Frank

Am Dienstag, 5. Oktober 2010, sprach Prof. Dr. Susanne Frank zum Thema: "(Un)sichtbarkeit und Erzählbarkeit des Krieges. Tolstojs Sevastopoler Erzählungen als Polemik mit Photographie und Bildkunst".

11./12.06.2010 novinki-Workshop: Literaturkritik mit Ralph Dutli

Am 19. März, 14.00 Uhr und am 11./ 12. Juni fand am Slavischen Seminar ein Workshop mit dem renommierten Slavisten, Literaturkritiker, Übersetzer und Lyriker Ralph Dutli statt. Dutli gibt einen Einblick in den Literaturbetrieb und erarbeitet gemeinsam mit den Studierenden das Verfassen von Rezensionen. Die besten Rezensionen können auf www.novinki.de veröffentlicht werden.

18.05.2010 Gastvortrag von dem Künstler und Kurator Zoran Pantelić

Am Dienstag, den 18. Mai 2010 sprach Zoran Pantelic am Slavischen Seminar zum Thema "mapping of art and social history in novi sad".

30.03.2010 Gastvortrag von Michail Ryklin

Am Dienstag, den 30. März 2010, 18.00 Uhr sprach der Philosoph, Schriftsteller und Essayist Michail Ryklin zum Thema: „Lager und Krieg. Die Geschichte der Besiegten nach Varlam Šalamov.“

11.03.2010 Gastvortrag von Dr. Nadine Thielemann

Am Donnerstag, den 11. März 2010, sprach Dr. Nadine Thielemann zum Thema: "Gibt es einen weiblichen Höflichkeitsstil?" Am Beispiel des modernen Russischen.

14.12.2009 Lesung von Anna Bolecka

Am Montag, den 14. Dezember 2009, sprach Annal Bolecka aus Warschau über Uwiedzeni.

1.12.2009 Eröffnung von Novinki

Nach der Lesung der Künstlerin Julia Kissina am Dienstag, 1. Dezember, wurde die Zürcher Redaktion von "novinki - Neuerscheinungen aus Mittel- Ost- und Südosteuropa" (www.novinki.de) eröffnet. "novinki" ist Webportal, Internetzeitschrift und Projektseminar, das 2006 an der HU Berlin gegründet wurde. "novinki" informiert über literarische Neuerscheinungen aus dem östlichen Europa, interviewt Autoren und berichtet über den Literaturbetrieb. Ab sofort kann man dort Rezensionen, Interviews der Zürcher Redaktion zu lesen.