Anne Krier

Anne Krier, Dr. des.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im EU-Projekt "Performance Art in Eastern Europe"

Tel.: 044 634 54 35

anne.krier@uzh.ch

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Biographie

Anne Krier studierte Geschichte und Russistik in Strassburg und Berlin (2000-2008). 2008/2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2009 arbeitet sie als Assistentin und seit 2016 als Oberassistentin am Lehrstuhl von Sylvia Sasse am Slavischen Seminar der Universität Zürich. Sie verfasste ihre Dissertation zum Thema der Verbindung zwischen Reisen und Strafen in der russischen Verbannungs- und Lagerliteratur des 18.–20. Jahrhunderts, die hier unter literaturgeschichtlichen, theoretischen und ästhetischen Gesichtspunkten analysiert wird. Anne Krier ist Mitglied der Zürcher Redaktion der Online–Zeitschrift novinki.de und ist neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit und ihrer Tätigkeit als Dozentin für russische Literatur als Übersetzerin tätig. 

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der russischen Literatur und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit einem Fokus auf Reiseliteratur, kulturellem Gedächtnis, Autobiographik, Verbrechen und Strafen.

Publikationen

Artikel

  • Berge des Begehrens. Karamzins russischer Reisender zwischen Rheinfall und Jungfrau. In: G. Frölicher / M. Gerber / S. Sasse / N. Seiler (Hrsg.). "Dieser Mont Blanc verdeckt doch die ganze Aussicht!" Der literarische Blick auf Alpen, Tatra und Kaukasus. Zürich 2016, 83-96.
  • Improvisation und Terror. Zoščenko, Červjakov, Šalamov. In: S. Zanetti (Hrsg.). Improvisation und Invention. Momente, Modelle, Medien. Zürich/Berlin 2014, 285–299.
  • Vladimir Sorokins ›Neues Russland‹ zwischen Zuckerkreml und Körperstrafen: Die Zukunft als Vergangenheit. In: Wiener Slawistischer Almanach 68/2011, 171–200.

Übersetzungen

  • P. Pepperstein. Die Auferstehung Pablo Picassos im Jahr 3111. Aus dem Russischen von Anne Krier, Nele Saß und Anja Dagmar Schloßberger. Hg. von Matthias Haldemann. Berlin 2017.
  • A. Djilas. Mein letztes Jugoslawien: Erinnerungen an den Militärdienst in der Jugoslawischen Volksarmee in den späten 1970er Jahren. In: S. Sasse / T. Hofmann / A. Krier. Kommunismus Autobiographisch. Berlin 2017 (in Vorbereitung).
  • M. Bachtin. Arbeitsnotizen der 70er Jahre. Hg. von Renate Lachmann und Sylvia Sasse. Aus dem Russischen von Anne Krier. Berlin 2017 (in Vorbereitung).
  • M. Bachtin. Notizhefte der 1960er und 70er Jahre. Hg. von Renate Lachmann und Sylvia Sasse. Aus dem Russischen von Anne Krier. Berlin 2017 (in Vorbereitung).
  • A. Markin. Мои горы. Meine Berge. Aus dem Russischen von Olga Bronnikowa, Gianna Frölicher, Alexander Markin und Anne Krier. In: G. Frölicher / M. Gerber / S. Sasse / N. Seiler (Hrsg.). "Dieser Mont Blanc verdeckt doch die ganze Aussicht!" Der literarische Blick auf Alpen, Tatra und Kaukasus. Zürich 2016, 308-329.
  • M. Rau / International Institute of Political Murder. The Civil Wars. Aus dem Französischen und dem Niederländischen zusammen mit Noel Reumkens. Unveröffentlichte Übertitel, o.O. 2014.
  • M. Bachtin. Das Lachen ist ein großer Revolutionär. Michail M. Bachtins Dissertationsverteidigung im Jahr 1946. Hg. von Sylvia Sasse. Aus dem Russischen von Anne Krier. Zürich 2015.
  • V. Mazin, Freuds Gespenster. In: S. Sasse / W. Velminski (Hrsg.). Hirngespinste. Denkprozesse zwischen Störung, Genialität und Fiktionalität. München 2013.
  • E. Lehrer, Kann Erbe Versöhnung stiften? In: M. Marszałek / A. Molisak (Hrsg.). Nach dem Vergessen. Rekurse auf den Holocaust in Ostmitteleuropa nach 1989. Berlin 2010, 47–75.
  • H. Ram / Z. Shatirishvili. Romantische Topographie und imperiales Dilemma: Der Kaukasus im Dialog der georgischen und russischen Dichtung. In: S. Sasse / M. Marszałek (Hrsg.). Geopoetiken. Geographische Entwürfe in den mittel- und osteuropäischen Literaturen. Berlin 2009, 159–188.
  • L. Euler. Forschungen zu einem neuen Typ von magischen Quadraten. In: Leonhard Euler. Die Geburt der Graphentheorie. Ausgewählte Schriften von der Topologie zum Sudoku. Hg. v. Wladimir Velminski. Berlin 2008, 99–139 (aus dem Englischen und dem Lateinischen ins Deutsche, zus. mit Wladimir Velminski).

Rezensionen

1) Ein lyrischer Kreuzweg. Die Gedichte der Nina Chabias. In: novinki. Neuerscheinungen aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa (http://www.novinki.de/html/gegengelesen/Rezension_Chabias.html) 2008.

2) Im Kaukasus nichts Neues. Arkadij Babčenko. In: novinki. Neuerscheinungen aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa (http://www.novinki.de/html/vorgestellt/Portrait_Babcenko.html) 2009.

Vorträge

  • 26.06.2009: Zuckerkreml und Körperstrafen. Jubel, Essen und Gewalt in Vladimir Sorokins ›Neuem Russland‹. – Workshop politische Narrative und Inszenierungen in aktueller russischer Literatur, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin.
  • 19.09.2013: Путь через ад. Поэтика метаморфоза Варлама Шаламова и русская каторжная и лагерная литература 19­ого и 20­ого веков. – Mеждународая научная конференция «Закон сопротивления распаду». Особенности прозы и поэзии Варлама Шаламова и их восприятие в начале XXI века.
  • 01.12.2013: Rebels, Criminals and Writers: Constituting Subjectivity through Travel Narratives in Russian Pre-Revolutionary Banishment Literature. – Travelling Narratives: Modernity and the Spatial Imaginary. International Symposium at the University of Zürich.