Aktuelle Publikationen

Sandra Frimmel, Tomáš Glanc, Sabine Hänsgen, Katalin Krasznahorkai, Nastasia Louveau, Dorota Sajewska und Sylvia Sasse (Hg.): Doing Performance Art History. Perspectives of Actors and Observers

Doing Performance

This Open Apparatus Book is an outcome of the conference "Doing Performance Art History. A Congress of Actors and Observers", Cabaret Voltaire, Zurich, 3–5 November 2016, organized by Sandra Frimmel, Tomáš Glanc, Sabine Hänsgen, Kata Krasznahorkai, Nastasia Louveau, Dorota Sajewska, and Sylvia Sasse.

Tomáš Glanc, Zornitza Kazalarska, Alfrun Kliems (Eds.)

Performance Cinema Sound

 

This volume makes visible the cooperation between the Visegrad Fund and Humboldt University of Berlin. With selections exploring the fields of performance, cinema, and sound, it incorporates ideas from performance theory, film and media studies, art history, philosophy, and literary theory. On the other hand it is the permeability of the media to each other—as well as to other expressive forms such as theatre and happenings, film and photography, voice and writing—that takes center stage. Fifteen essays delve into questions of performativity with concrete examples from Central and Eastern Europe: e.g. Czech, Hungarian, Russian, Slovak, and Soviet cinema; the Polish Academy of Movement, Tot Art, and Orange Alternative; the Hungarian performer Tamás Szentjóby and post-Fluxus phenomena; Polish "hobo poets" like Marcin Świetlicki; works of the French Jean Fautrier, the Czech Mikuláš Medek, and the Slovak Dominik Tatarka on sound and voice; Belarusian and Polish "sung poetry" as intermedial subversion of tradition, and the textual performance of Dezső Kosztolányi’s disappeared voice. 

Perspectives and Retrospectives in Central and Eastern Europe 
ReiheDas andere Osteuropa. Dissens in Politik und Gesellschaft, Alternativen in der Kultur (ab den 1960er Jahren). Beiträge zu einer vergleichenden Zeitgeschichte
Bd. 5, 2019, 232 S., 39.90 EUR, 39.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-91081-3

Kata Krasznahorkai, Sylvia Sasse: Artists & Agents, Performancekunst und Geheimdienste

Artists & Agents

 

Subversion gehört niemandem. Sie kann von Künstlern ausgehen, die den Staat überlisten, oder von Geheimdiensten, die mit staatlichem Auftrag die Kunstszene unterwandern. Doch was passiert, wenn beide Seiten aufeinander treffen? Seit der Öffnung der ehemaligen Staatssicherheitsarchive in vielen Ländern Osteuropas kann man diese Interaktion detailliert untersuchen. Im Buch wird in wissenschaftlichen Essays und künstlerischen Beiträgen gezeigt, wie die Geheimpolizei Happenings, Performance Art und Aktionskunst überwachte, über die neue Kunstform debattierte, wie sie die künstlerischen Aktionen nicht nur detailliert und forensisch dokumentiert hat, sondern auch manipulierte und mit Gegenaktionen zu verhindern versuchte. Das Buch zeigt aber auch, wie Künstler mit dem potentiellen Blick der Geheimpolizei umgegangen sind und wie sie mit dem Material, das in den Geheimdienstarchiven liegt, heute arbeiten.

 Spector Books, Leipzig 2019. 

Dieter Mersch, Sylvia Sasse, Sandro Zanetti (Hg.): Ästhetische Theorie

buch

 

Es gibt keine Theorie, die nicht auf eine bestimmte Weise ästhetisch wäre. Auch Adorno hat den Entwurf seiner Ästhetischen Theorie nicht einfach als eine Theorie des Ästhetischen verstanden, sondern war sich der ästhetischen Implikationen von Theorie bewusst. Gleichzeitig haben wir es mit ästhetischen Gegenständen und Ereignissen zu tun, denen eine ästhetische Theorie immanent ist, die sich selbst als Kunst zeigt. 

Diaphanes Verlag, 2019. Weitere Informationen finden Sie hier

Dorota Sajewska: Necroperformance. Cultural Reconstructions of the War Body

buch

 

Dorota Sajewska proposes an innovative perspective for looking back at the formative process of Polish modernity, delving into repressed areas of experience connected with World War I and the ensuing emancipatory movements. Underpinning modern Polish nationhood, she reveals, is not only a Romantic myth of independence but also the up-close horrors of fratricidal warfare and the pacifist aspirations of those confronted with its violence.

Diaphanes Verlag, 2019. Weitere Informationen finden Sie hier

Victoria Lomasko: Eine Reise nach Dagestan. Mit einem Text von Sandra Frimmel

buch

 

Die Publikation zur Ausstellung «Victoria Lomasko. Other Russias» mit dem bisher unveröffentlichten Comic «Die Reise nach Dagestan». Die international renommierte russische Zeichnerin und Reporterin Victoria Lomasko beobachtet und kritisiert die Bevormundung der russischen Bürgerinnen und Bürger durch die zunehmende Zensur, den Erlass von einengenden Gesetzen und die fortschreitende Vereinigung der Russischen Orthodoxen Kirche mit dem Staatsapparat. Victoria Lomasko zeigt im Cartoonmuseum Basel ihre erste Retrospektive und die Publikation gewährt einen Einblick in ihr Schaffen.

Comic, 40 Seiten 

Kat.Cartoonmuseum Basel, hg. v. Anette Gehrig, a. d. Russ. und mit einem Text von Sandra Frimmel

Tatjana Hofmann (Guest Editor): Sergei Tret'iakov: The New Visuality, Art and Document

Sergej

 

Special Issue in: Russian Literature. Croatian and Serbian, Czech and Slovak, Polish, January/April 2019.

Eduard Jan Ditschek (Hg.), Tatjana Hofmann (Hg.): Sergej M. Tret’jakov - Ich will ein Kind!

Tret'jakov: Ich will ein Kind! (Bd. 1)

 

Band 1: Zwei Stückfassungen und ein Film-Libretto, Kadmos-Verlag 2019.

 

Diese Edition präsentiert erstmals »Ich will ein Kind!« in seinen unterschiedlichen Stückvarianten und im nie realisierten Filmskript.

 

Eine Rezension (von Jan Knopf) zu der zweibändigen Ausgabe können Sie hier (PDF, 733 KB) lesen, erschienen im "Dreigroschenheft", 26 (2019) 4. 

Tret'jakov: Ich will ein Kind! (Bd. 1)

 

Band 2: Aufführungen und Analysen, Kadmos-Verlag 2019.

 

Der zweite Band dokumentiert die Diskussionen und Inszenierungspläne zur Entstehungszeit des Stückes ebenso wie spätere Aufführungen. Analysen und Kontexte verdeutlichen den Facettenreichtum des unbequemen Stücks.

Rezension (PDF, 664 KB) von Klaus Völker: „Revolution des Lebens. Neue alte Stücke von Sergej Tretjakov“, in: Theater heute, Nr. 12 (2019), 48. 

 

Tret'jakov: Ich will ein Kind! (Bd. 1)
 
Russische Fassung, St. Petersburg 2018.

 

Rezensionen hier
 
 
 

Sandra Frimmel, Mara Traumane (Hg): Kunst vor Gericht. Ästhetische Debatten im Gerichtssaal

Kunst vor Gericht

 

Strafrechtliche Verfolgungen von Kunst und Künstlern sind auch im 21. Jahrhundert keine Seltenheit. Für internationales Aufsehen sorgten zuletzt die Gerichtsprozesse gegen die russische Punk-Gruppe Pussy Riot und gegen den Aktionskünstler Piotr Pawlenski. Während die Öffentlichkeit vor allem über das Urteil informiert wird, bleiben die ästhetischen Debatten vor Gericht jedoch meist unberücksichtigt. Sie sind es aber, die Aufschluss darüber geben, über welches Kunstverständnis eine Gesellschaft verfügt und auf welche Weise sie diese in einem juristischen Rahmen zu verhandeln in der Lage ist. Die Anthologie versammelt Materialien über Gerichtsverfahren, die seit Ende des 19. Jahrhunderts gegen Künstler und Kuratoren geführt worden sind. Sie zeigen den Wandel der juristischen Bewertung von Kunst und den Wandel eines gesellschaftlichen Kunstverständnisses. Das Augenmerk liegt jedoch auf der Frage, wie über die Kunst vor Gericht debattiert wird. Die Essays, Fallstudien sowie eine Auswahl an Gerichtsakten machen die Wechselwirkungen zwischen künstlerischer Praxis und Gesetzgebung sowie Konjunkturen von Anklagepunkten über Ländergrenzen und politische Systeme hinweg fassbar. Mit Beiträgen von Inke Arns, Ulrike Boskamp, Katarzyna Cytlak, Sandra Frimmel, Eckhart Gillen, Christine Gölz, Zoya Katashinskaya, Erden Kosova, Kata Krasznahorkai, Ewa Majewska, Nadia Plesner, Ada Raev, Jana Rogoff, Sylvia Sasse, Rosa von der Schulenburg, Anna Schürmer, Thomas Skowronek, Cornelia Sollfrank, Gabriele Stötzer, Mara Traumane, Felix Uhlmann.

Matthes & Seitz, Berlin 2018. Weitere Informationen finden Sie hier

Sandra Frimmel, Sabine Hänsgen (Hg): Yuri Albert: Elitär-demokratische Kunst

Yuri Albert

 

Yuri Albert (*1959 in Moskau) ist einer der wichtigsten Vertreter der zweiten Generation des Moskauer Konzeptualismus. Im Zentrum von Ausstellung und Buch, die sein Werk zum ersten Mal außerhalb Russlands ausführlich vorstellen, steht die Serie »Elitär-demokratische Kunst« (1987–2017), in der die Sprache der Kunst den Sprachen von Blinden oder Gehörlosen und der Fachsprache von Seeleuten oder der Stenografie gegenübergestellt wird, um sowohl die einzelnen semiotischen Systeme im Vergleich zur Kunst als auch ihre Verständlichkeit sowie Zugänglichkeit zu analysieren. Die Leser und Betrachter sind in diesen Untersuchungen der Beziehung zwischen Kunstwerk und Interpretation, Bild und Text, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Original und Kopie, zumal in dieser umfangreichen Publikation, immer ein kommunikatives Gegenüber. Yuri Alberts Arbeiten zielen auf einen Dialog mit der Kunst über die Kunst hinaus und laden ein, über den Status von Kunst nachzudenken: elitär oder demokratisch.

Kunstmuseum Liechtenstein 2018, weitere Informationen finden Sie hier

 

Nina Seiler: Privatisierte Weiblichkeit. Genealogien und Einbettungsstrategien feministischer Kritik im postsozialistischen Polen

Nina Seiler: Privatisierte Weiblichkeit

 

Von der kommunistischen Gleichmacherei zur bürgerlichen Sphärentrennung? Nach 1989 wird die Geschlechterordnung in Polen zu einer Gretchenfrage. Die postsozialistische Identitätssuche zwischen Liberalisierung und Konservatismus, zwischen transnationaler Anbindung und erstarkendem Polentum bringt einen von inneren Widersprüchen geprägten feministischen Diskurs hervor.

Nina Seiler zeigt anhand detailreicher Textanalysen zu Werken feministischer Polonistik der 1990er Jahre theoretische und soziopolitische Anknüpfungspunkte und Divergenzen auf. Der zunehmenden Spaltung der polnischen Gesellschaft wird mittels Konzepten von Intertextualität, Intonation und Ideologem nachgegangen.

Bielefeld, transcript Verlag 2018. Weitere Informationen finden Sie hier

 

Matthias Meindl: Reiner Aktivismus? Politisierung von Literatur und Kunst im postsowjetischen Russland

meint_aktivismus

 

Wie führte das Wiedererstarken einer autoritären Staatlichkeit zur Entwicklung des ‚Kunst-Aktivismus’ von Vojna und Pussy Riot? Wie wurde aus Limonovs ästhetizistischem Projekt der Nationalbolschewistischen Partei eine Protestbewegung, die Politik ästhetisiert und soziale Marginalität ausdrückt? Wie entstanden den repressiven Bedingungen in Putins Russland zum Trotz linke institutionelle Experimente wie die Künstlergruppe Chto Delat? Matthias Meindl kommt durch Betrachtung der Laufbahnen einzelner Akteure ‚dem Politischen’ in der russischen Kunst und Literatur seit den 1990er Jahren auf die Spur.

Köln, Böhlau Verlag 2018. Weitere Informationen finden Sie hier

 

Victoria Lomasko: Die Unsichtbaren und die Zornigen

lomasko

 

Ein mit schnellem, präzisem Strich gezeichnetes Russland, wie man es selten zu sehen bekommt: Viktoria Lomasko sucht die Motive für ihre Reportagen dort, wo die russischen Staatsmedien und der kommerzielle Kunstbetrieb den Blick abwenden – im Jugendstraflager, in dem sie Zeichenunterricht gegeben hat, im Gespräch mit Frauen, die jahrelang als Arbeitssklavinnen in Moskauer Supermärkten gehalten wurden, in ­Parkanlagen, in denen die Anwohner sich gegen den inflationären Bau orthodoxer ­Kirchen zur Wehr setzen, und natürlich bei den unzähligen Protestmärschen seit der Präsidentschaftswahl 2012.
Viktoria Lomaskos »Graphic Reportages« sind beißend realistisch, ihre Ge­schichten schonungslos ehrlich und – wenn auch oftmals niederschmetternd – von großer ­Empathie und Witz getragen. Ein Porträt auf Augenhöhe eines Landes voller Unsicht­barer, die der Staat vergessen hat, und voller Zorniger, die trotz aller ­Widrigkeiten des Lebens nicht aufgeben, die sich füreinander und für die Gesellschaft, in der sie leben, ­engagieren.

Übersetzt von Sandra Frimmel

Diaphanes 2018, Broschur, 320 Seiten. Weitere Informationen finden Sie hier

 

Olga Burenina-Petrova: Circus in space of culture, Japan 2018.

Circus in Space

文化空間のなかのサーカス:パフォーマンスとアトラクションの人類学

(Translated into Japanese Takashi Kuwano. HAKUSUISHA Publishing Co., Ltd.)

 

 

 

 

 

This book analyses the semiotics of the circus in the context of the theory of intermediality.
 

Olga Burenina-Petrova, Elena Ponomareva, Tatiana Semyan (Hg.): Das Absurde in Literatur, Kunst und Kino. Абсурд в литературе, искусстве и кино: материалы конф. молодых ученых. Цюрих — Челябинск, 25—26 мая 2018.

Das Absurde

 

The collection contains articles by undergraduate and graduate students at the conference organized by the Institute of Slavic Studies at Zurich University and the Department of Russian Language and Literature of the South Ural State University with the support of the Digital Teaching and Research Team (DLF) of Faculty of Arts and Social Sciences of the University of Zurich and university complex of SUSU “Sigma”. The articles of the participants from the universities of Zurich, Lausanne, Chelyabinsk, Munich, Zagreb, Belgrade, Almaty are devoted to the problems of the phenomenon of the absurd in literature, art and cinema.

Tscheljabinsk: Cicero, 161 Seiten
ISBN 978-5-91283-982-5

 

Diachronic Slavonic Syntax. The Interplay between Internal Development, Language Contact and Metalinguistic Factors

publikation

 

Editors: Björn Hansen, Jasmina Grković-Major, Barbara Sonnenhauser.
The book is dedicated to the study of the causes and mechanisms of syntactic change in Slavonic languages, including internally motivated syntactic change, syntactic change under contact conditions (structural convergence, pattern replication, shift-induced transfer etc.): It also explores metalinguistic factors such as ideologically driven selection and propagation of syntactic structures.

De Gruyter Mouton, 2018

 

 

Sonja Ulrich: Anredeformen im Serbischen

publikation

 

Das Phänomen „Anrede“ ist ein vielschichtiges Thema und seit den 1960er Jahren immer wieder Untersuchungsobjekt an der Schnittstelle von sprach-, sozial- und kulturwissen-schaftlichen Fragestellungen. Sonja Ulrich zeichnet in ihrer Studie auf empirischer Basis ein differenziertes Bild der Anredeverhältnisse im Serbischen in verschiedenen Alltagssituationen und beschreibt den Anwendungsbereich gängiger Formen des mündlichen Sprachgebrauchs. Miteinbezogen werden auch neuere Tendenzen in der Anredeforschung, namentlich die Berücksichtigung des Interaktionskontexts und das damit einhergehende dynamischere Verständnis von Anredeverhalten. Anhand von metalinguistischen Daten, die qualitative Leitfaden-Interviews mit 19 Befragten erbracht haben, und der Auswertung einer populären serbischen TV-Serie (Vratiće se rode) zeigt Ulrich auf, wie bei der Wahl einer Anredeform individuelle Präferenzen mit sozialen und situativen Faktoren zusammenspielen. Ergänzt wird dieses Material durch einen Überblick über historische Entwicklungen der Anrede im Serbischen.

Harrassowitz, Wiesbaden 2018