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Swetlana Alexijewitsch: Tschornobyl. Archiv der unsichtbaren Katastrophe

ISOS in Kooperation mit dem Museum Strauhof

Vernissage

Donnerstag 16. April, 18:30 Uhr

Im Museum Strauhof

Augustinergasse 9, 8001 Zürich

Rémi Jaccard und Philip Sippel (Strauhof) 
Philine Bickhardt und Prof. Dr. Sylvia Sasse (UZH) 
Lesung aus «Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft»  

Anschliessend Ausstellungsbesichtigung und Apéro 

Keine Anmeldung, limitierte Plätze

Gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF-Agora)

 

 

26. April 1986 – 40 Jahre Reaktorkatastrophe (Lesung und Gespräch)  

Lesung und Gespräch zu Tschornobyl in Literatur und Künsten mit Iryna Herasimovich und Philine Bickhardt, Moderation: Sofiya Schweizer. Im Rahmen der "Ressource Schweigende Dörfer"
im Kulturhaus Helferei 
So 26/4, 16 Uhr 

Was bedeutet es, Tschornobyl zu überleben? Wie lebt man in kontaminierten Dörfern, mit Krankheiten - oder mit der Unmöglichkeit der Rückkehr? Iryna Herasimovich und Philine Bickhardt sprechen – moderiert von Sofiya Schweizer – darüber, wie Literatur und Kunst den Alltag nach Tschornobyl sichtbar machen. Der Abend wird durch eine Lesung aus Tschernobyl: Chronik der Zukunft von Swetlana Alexijewitsch ergänzt und lädt dazu ein, sich der Katastrophe literarisch zu nähern.

Tschornobyl: Alltag und Besatzung (Filmabend) 

18.30 Uhr: «Special Operation» (Oleksiy Radynski, UKR/LTU 2025) zeigt mit Blick durch Überwachungskameras, wie russische Truppen das stillgelegte Kraftwerk besetzen. Im Anschluss Video-Interview mit Regisseur Oleksiy Radynski, Moderation: Oleksii Kuchanskyi, Philine Bickhardt
20.45 Uhr: Der Dok-Film «Pripyat» (Nicolas Geyrhalter, A 1999) blickt auf Leben und Arbeit in der Sperrzone  
Im Filmpodium 
Do 30/4 

Der Dokumentarfilm "Spetsialna Operatsiia" (2025) des ukrainischen Filmemachers Oleksiy Radynski basiert auf Überwachungsaufnahmen, die im ehemaligen Kernkraftwerk Tschornobyl die einmarschierende russische Armee 2022 dokumentieren. Damit wurde das Gelände des Atomkraftwerks zur Militärbasis für den Angriff auf die ukrainische Hauptstadt. Der Dokumentarfilm wird erstmals in der Schweiz gezeigt. Anschliessend diskutieren Oleksii Kuchanskyi und Philine Bickhardt mit dem Regisseur, wie Tschornobyl aus dieser Perspektive der ukrainischen Besatzung nicht als abgeschlossene Katastrophe erscheint, sondern als fortdauernde koloniale Realität. Diese Kontinuität trat 2022 erneut zutage, als russische Truppen ukrainische Atomanlagen besetzten und radioaktive Landschaften militarisierten. Der zweite Dokumentarfilm «Pripyat» geht zurück in die 1990er Jahre und fragt nach dem Auslöser des Ereignisses, das als grösste Katastrophe in der zivilen Nutzung der Atomenergie gilt.

Swetlana Alexijewitsch: Tschornobyl – Archiv der unsichtbaren Katastrophe (Gespräch mit Swetlana Alexijewitsch) 

Die Nobelpreisträgerin im Gespräch mit Prof. Dr. Sylvia Sasse und Philine Bickhardt. Übersetzung: Iryna Herasimovich. Im Rahmen des Kongresses «Eastern Europe’s Invisibilities. Politics, Epistemics, Arts» des Instituts für Slawistik und Osteuropastudien (UZH) 
Im Lavatersaal 
Do 7/5, 18.30 Uhr 

Swetlana Alexijewitsch: Verleihung der Ehrendoktorwürde

Im Rahmen desDies Academicus wird der Autorin die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich verliehen.
Campus Irchel
Fr 8/5, 14.00 Uhr

Menschenrechte: Belarus im Fokus (Podiumsdiskussion)  

Podiumsdiskussion mit Ina Rumiantseva (Taskforce Belarus e.V.) und Prof. Dr. Irina Gruschewaja (Den Kindern von Tschernobyl e.V.) 
Im Strauhof 
Sa 9/5, 11 Uhr 

Welche langfristigen Folgen hat die Nuklearkatastrophe von Tschornobyl für Belarus – gesundheitlich, politisch und gesellschaftlich? Und wie wird sie zum Impuls für eine engagierte Zivilgesellschaft? Darüber sprechen Prof. Dr. Irina Gruschewaja, Gründerin von "Den Kindern von Tschernobyl e.V.", und Menschenrechtsexpertin Ina Rumiantseva. Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche Spätfolgen, staatliche Repressionen und die Rolle von Tschornobyl für die demokratische Bewegung im Belarus der späten 1980er-Jahre – ergänzt durch persönliche Einblicke und Bezüge zu Swetlana Alexijewitsch. 

Flyer zum Download vom Museum Strauhof Swetlana Alexijewitsch: Tschornobyl (PDF, 3 MB)
 

Öffentliche Führungen  
Jeweils Mittwoch, 12.15 Uhr 
29/4, 13/5, 20/5 

Jeweils Sonntag, 14 Uhr
26/4, 3/5 

Anmeldung unter vermittlung@strauhof.ch 
Weitere Informationen unter www.strauhof.ch/veranstaltungen